Stärken im Marketing finden: Wie ich meine wahre Rolle im Job entdecke

Notizbuch und Laptop auf dem Tisch als Symbolbild für berufliche Neuorientierung und die Suche nach der eigenen Rolle im Marketing

Die Mail ist noch nicht zu Ende geladen, und mein Daumen tippt schon die Antwort: Nein, danke – kein Blick auf Gehaltsrahmen oder Starttermin, nur dieses harte, unverhandelbare Ziehen im Bauch. Auf der Bank im Stadtgarten höre ich zwei Enten am Wasser schnattern, während die Absage schon raus ist, bevor mein Kopf überhaupt mitreden konnte. Das Vorstellungsgespräch war letzten Donnerstag, freundlich, professionell, eine Position als "Senior Brand Lead" – auf dem Papier genau das, was ich mir früher gewünscht hätte, bevor die berufliche Neuorientierung nach dem Burnout mir eine ganz andere Rolle im Marketing gezeigt hat.

Kurzer Hinweis vorab, weil er hierher gehört: Dieser Text erzählt von meinen eigenen Erfahrungen und enthält Affiliate-Links – kaufst du darüber etwas, bekomme ich eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für dich. Ich bin keine Karriereberaterin und keine Therapeutin, nur jemand, der mitten in der beruflichen Neuorientierung steckt und laut mitdenkt. Alles Weitere dazu steht auf meiner Über-mich-Seite.

Zwei Wege zur eigenen Rolle im Marketing

Zwei Wege haben sich herauskristallisiert, wenn es darum geht, die eigene Rolle im Marketing neu zu finden. Weg eins ist die klassische Stärken-Analyse: Kompetenzraster ausfüllen, Lebenslauf-Keywords abgleichen, das Profil für Algorithmen optimieren. Weg zwei kommt nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Sakralzentrum – diesem körperlichen Ja oder Nein, das bei Generatoren laut Human Design die eigentliche Strategie ausmacht: nicht aktiv suchen, sondern auf das reagieren, was einem vor die Füße fällt.

Die Beraterin sprach nur über mein LinkedIn-Profil

Eine Karriereberatung habe ich mir geholt, einmalig, eine Sitzung außerhalb jeder Online-Community. Fünfundvierzig Minuten lang ging es um Schlagworte, Formulierungen, wie ich Ergebnisse besser quantifizieren sollte, um bei Recruitern zu punkten. Keine einzige Frage kam, was sich für mich eigentlich richtig anfühlt.

Am Ende hatte ich ein überarbeitetes Profil – und ein Gefühl, als hätte jemand meinen Lebenslauf aufpoliert, ohne die Person dahinter überhaupt anzuschauen. Das war der Punkt, an dem mir klar wurde: Weg eins funktioniert gut für die Übersetzung nach außen. Für die Entscheidung selbst taugt er kaum.

Die Intelligenz des Bauches

Genau da wird Weg zwei interessant. Als Generatorin ist meine Autorität das Sakralzentrum, nicht der Kopf, und auch nicht erst nach einer Nacht drüber schlafen wie bei der emotionalen Autorität mancher Projektoren oder Manifestoren, die auf die Welle warten müssen, bevor eine Antwort trägt. Bei mir kommt die Antwort sofort, körperlich, unverhandelbar – wie bei der Absage im Stadtgarten.

Nahaufnahme eines Notizbuchs mit Human-Design-Begriffen neben einer Tasse Tee, Symbolbild für Human Design im Marketing-Alltag

Jahrelang habe ich versucht, mich wie eine Manifestorin zu verhalten, Dinge anzustoßen, bevor überhaupt eine Frage gestellt wurde – Vom Macher zum Reagierenden zu werden, war der eigentliche Umzug, nicht der neue Jobtitel. Was dabei lange nicht geklappt hat: Ich habe jede Reaktion als Schwäche verbucht, dabei ist Reagieren bei einem Generator keine Schwäche, sondern die Strategie selbst. Wenn ich gegen die Antwort handle, kommt sofort das Not-Self-Thema hoch, dieses dumpfe "warum fühlt sich das schon wieder falsch an", das ich inzwischen ernster nehme als jede Checkliste.

Nicht jede Generatorin tickt gleich, das ist auch so ein Mythos: Eine manifestierende Generatorin springt oft mehrere Schritte auf einmal, während ich eher einen nach dem anderen abarbeite, bevor die nächste Sakralantwort überhaupt ankommt. Und wer über Jahre die eigene Antwort ignoriert, landet ziemlich zuverlässig in genau dem Erschöpfungsmuster, das bei Generatoren so oft als Burnout endet – ich war da leider ein Lehrbuchfall.

Sowas holt gern auch Schattenthemen hoch – die leise Angst vorm Scheitern, die dann lauter redet als der Bauch, wenn ich nicht aufpasse.

Offene Zentren und das Marketing-Rauschen

Dazu kommt, dass offene und definierte Zentren im Bodygraph ganz unterschiedlich mitreden, wenn es um die eigene Rolle im Job geht. Offene Zentren sind nicht automatisch ein Problem, aber sie nehmen fremden Druck besonders leicht auf – und im Marketing, wo ständig alle sichtbar und laut sein sollen, macht das einen Unterschied.

Ein offenes Kehlzentrum zum Beispiel fühlt sich schnell verpflichtet, ständig etwas Kluges zu sagen oder die eigene Marke lauter zu verkaufen, als es sich richtig anfühlt. Ein offenes Herzzentrum will dauernd beweisen, dass es die Beförderung wert ist. Ein offenes G-Zentrum sucht Orientierung draußen, bei Jobtiteln und Vorbildern, statt bei sich selbst. Ein offenes Ajna-Zentrum klammert sich an eine fixe Meinung über die eigene Karriere, nur um endlich Ruhe im Kopf zu haben. Ein offenes Wurzelzentrum übernimmt jeden Zeitdruck von außen, als wäre er der eigene. Ein offenes Milzzentrum hält an Jobs und Ängsten fest, die längst nicht mehr passen. Und ein offenes Kopfzentrum ertrinkt in Ideen darüber, was man doch noch werden könnte, ohne je bei einer anzukommen.

Keines davon ist falsch oder kaputt, es sind einfach die Stellen, an denen von außen am leichtesten etwas hängen bleibt, das eigentlich nicht zu einem gehört.

Auch die Umgebung, die laut Human Design zu einem passt, spielt eine Rolle dabei, wo eine Entscheidung überhaupt klar wird – bei mir ist das offenbar eher eine Bank im Stadtgarten als ein Büro mit Großraum-Geräuschpegel. Jeder Typ hat ohnehin seinen eigenen Arbeitsstil: Was bei einem Projektor Fokussierung durch Einladung heißt, heißt bei mir als Generatorin schlicht Antworten statt Vorpreschen.

Eine Freundin aus meinem alten Marketing-Umfeld hat letztes Jahr komplett ohne Plan mit Aquarellmalen angefangen, nur so, aus Langeweile am Wochenende – inzwischen nimmt sie einen festen Kurs an der Kunstakademie und hat offensichtlich mehr Klarheit über sich gefunden als ich mit jedem Karriereberatungsgespräch. Kein Workbook, keine Analyse, nur Ausprobieren, bis etwas hängen blieb. Das passt zu dem, was im Human Design eine Experimentier-Linie im Profil ausmacht: Man findet die eigene Spur nicht am Schreibtisch, sondern unterwegs, über Umwege, die sich zufällig anfühlen, aber keine sind. Vielleicht ist das sogar der zuverlässigste Test überhaupt: Fühlt sich die Tätigkeit selbst gut an, Tag für Tag, oder nur das Ergebnis danach – diese sakrale Zufriedenheit im Tun ist etwas anderes als der kurze Erfolgskick nach einer bestandenen Bewerbung.

Den Seelenplan Report ins Spiel bringen

Parallel zu alldem bin ich über ein Format gestolpert, das noch eine Ebene tiefer geht als der Bodygraph: der Seelenplan, der nicht mit der Geburtszeit, sondern mit der Schwingung des vollständigen Geburtsnamens arbeitet, über die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets – eine alte Gematria, die mit Human Design erst mal nichts zu tun hat. Ich war skeptisch, noch ein System neben allen anderen, aber neugierig genug, um mir den Seelenplan Report [Für tiefe Klärung] zu holen.

Der Report kommt persönlich erstellt auf Basis des vollständigen Namens, innerhalb kurzer Zeit per Mail, und beschreibt Lebenszweck, Herausforderungen und Talente – kein Human-Design-Reading, keine Aussage zu Typ oder Autorität, einfach eine andere Landkarte für dieselbe Frage. Bei mir beschrieb er die eigentliche Stärke als etwas Ruhiges, Nährendes statt als "Disruption" oder "Marktführerschaft erobern" – und das traf einen Punkt, an dem die LinkedIn-Beraterin nie angekommen ist, weil sie nur nach außen formuliert hat, nie nach innen gefragt.

Tablet mit dem Seelenplan Report auf einer Decke im herbstlichen Licht, Symbolbild für die Seelenplan-Erfahrung bei der Jobsuche

Dieses körperliche Ja oder Nein überhaupt wieder zuverlässig zu erkennen, ist gerade mein eigentliches Training – Wie ich lerne meine sakrale Antwort im Alltag wieder deutlich zu spüren, läuft nebenher und zahlt direkt auf beide Wege ein, auf die Analyse und auf den Bauch.

Wenn du selbst gerade an diesem Punkt stehst, wo der Lebenslauf zwar stimmt, aber das Bauchgefühl nicht mitzieht, kann der Seelenplan Report [Für tiefe Klärung] ein ehrlicher zweiter Blick sein. Er ersetzt keine fundierte Entscheidung und schon gar keine professionelle Hilfe bei ernsteren Themen wie einer Depression – dafür ist nach wie vor dein Hausarzt oder eine psychotherapeutische Praxis die richtige Adresse. Als zusätzlicher Spiegel neben der Sakralantwort war er für mich trotzdem hilfreich, keine Wunderlösung, nur ein weiterer Punkt auf der Landkarte.

Falls du eher erst die Grundlagen deines eigenen Typs verstehen willst, bevor du so tief in Namen und Gematria einsteigst, ist der HD Summit 1 BASICS [Für den ersten Überblick] vermutlich der naheliegendere Einstieg – aufgezeichnete Kongress-Interviews, kein persönliches Reading, aber ein guter erster Überblick über Typ, Strategie und Autorität, falls genau das für dich noch unklar ist. Komplett durchgearbeitet habe ich diese Aufzeichnungen bisher nicht, nur einzelne Ausschnitte, deshalb bleibt mein Urteil dazu bewusst vorsichtig.

Die Liste hilft beim Schreiben, der Bauch bei der Entscheidung

Am Ende lässt sich der Vergleich ziemlich klar auf einen Punkt bringen: Die Stärken-Analyse, das Lebenslauf-Keyword, die optimierte Formulierung – all das hilft beim Übersetzen nach außen, wenn ein Recruiter in drei Sekunden verstehen soll, was ich kann. Für die Entscheidung selbst, ob ein Angebot überhaupt zu mir passt, taugt diese Liste wenig, weil sie nie fragt, wie sich die Arbeit im Alltag anfühlen würde.

Die Sakralantwort dagegen schreibt keinen Lebenslauf und sie verkauft mich niemandem – aber sie weiß, oft schneller als mir recht ist, ob ein Ja sich nach Wachstum anfühlt oder nach der nächsten Erschöpfungsrunde. Deshalb nutze ich inzwischen beides, nur nicht mehr für dieselbe Aufgabe: die Liste zum Formulieren, den Bauch zur Entscheidung, nie umgekehrt.

Der Tee neben mir ist längst kalt, schon beim vierten Aufguss, und schmeckt eher nach Heu als nach Kamille.

Wer selbst gerade zwischen beiden Wegen steckt und noch eine zweite Landkarte neben dem reinen Bodygraph sucht, findet hier den direkten Einstieg: Hier geht es zum Seelenplan Report – finde heraus, was in deinem Namen geschrieben steht.

Mal kurz:
Was Sie hier lesen, spiegelt meine persönliche Erfahrung wider — keine professionelle Beratung. Informieren Sie sich eigenständig und konsultieren Sie die entsprechenden Fachleute, bevor Sie Änderungen an Ihrer Gesundheit, Ernährung oder Ihren Finanzen vornehmen.